TV - 2010

Schwerpunkt „Bedrohte Vielfalt”: Europas Urwälder

5-teilige Dokumentation von Svea Andersson, Ute Gebhardt, Ralf Kaiser, Mirella Pappalardo, Gernot Stadler

urwald

© arte tv

Sie sind die letzten grünen Paradiese auf unserem Kontinent: Europas Urwälder – Heimat der letzten wilden Wisente und kolossaler, majestätischer Baumriesen, voller großer und kleiner Wunder der Natur. Eine Reise quer durch Europa, von Lappland über Polen bis hin zu La Gomera, zu Orten unberührter Wildnis und voller magischer Schönheit.

Noch vor 2.000 Jahren war fast der gesamte Kontinent - vom Polarkreis Nordschwedens bis Sizilien - von dichten Wäldern bewachsen. Der Großteil musste in den vergangenen Jahrhunderten menschlichen Siedlungen, Straßen und Städten weichen oder wurde wegen der großen Nachfrage nach Holz gerodet. Die meisten heute existierenden Wälder in Europa sind von Menschenhand angelegte Forste, die nicht mehr viel gemein haben mit den ursprünglichen Wäldern des Kontinents. Die fünfteilige Reihe besucht die letzten Urwälder Europas im Norden Schwedens, in Bayern, an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland, in den Karpaten und auf der Insel La Gomera.



Unberührtes Lappland (1/5)
Regie: Ralf Kaiser
(music composed by Markus Wegmann)

Der erste Teil der Reihe führt hoch in den Norden. Am Polarkreis, im schwedischen Teil Lapplands, befindet sich der Muddus Nationalpark, Heimat von Rentieren, Elchen, Braunbären, zahlreichen seltenen Vögeln und der ältesten Kiefer Schwedens. Den größten Teil des Muddus haben Menschen noch nie betreten. Hier ist ein besonderes Naturschauspiel zu erleben. Im Herbst erstrahlen Bäume und Moose in Goldgelb und Tiefrot - "Indian Summer" am Polarkreis.

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Bayerns neue Wildnis (2/5)
Regie: Ute Gebhard
(music composed by Markus Wegmann)

Zurückgekehrt ist die Wildnis auch in den Bayerischen Wald im Süden Deutschlands, wie der zweite Teil der Reihe zeigt. Hier hat man in einem außergewöhnlichen Experiment den Wald in den vergangenen 40 Jahren wieder sich selbst überlassen. Längst verschwundene Pflanzen und Tiere wie der Luchs sind zurückgekehrt und bilden eine enorme Artenvielfalt.

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Bialowieza - Heimat der Wisente (3/5)
Regie: Gernot Stadler
(music composed by Markus Wegmann)


Der dritte Teil der Reihe berichtet vom letzten Tiefland-Urwald Europas. Er befindet sich im Nationalpark Bialowieza, südöstlich der Masuren, an der polnischen Grenze zu Weißrussland. Der 1.500 Quadratkilometer große Wald ist auch Heimat des Wisents, einer urzeitlichen Rinderart. Mehrere Hundert der fast ausgestorbenen "Könige des Urwalds" leben hier in freier Wildbahn.

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Wilde Karpaten (4/5)
Regie: Mirella Pappalardo
(music composed by Markus Wegmann)


In Zentraleuropa sind nur wenige ursprüngliche Waldgebiete - meist in schwer zugänglichen Bergregionen - der Abholzung entgangen. Ein Beispiel sind die Karpaten. Bis zu 40 Meter hohe und 400 Jahre alte Bäume stehen in dem größten zusammenhängenden Buchenurwald Europas. Und bis heute sind hier Wölfe und Bären zu Hause, wie der vierte Teil der Reihe zeigt.

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La Gomeras Nebelwald (5/5)
Regie: Svea Andersson
(music composed by Markus Wegmann/Michael Beckmann )

Der fünfte und letzte Teil der Reihe zeigt, dass es auch ganz im Süden Europas Urwälder gibt. Die Kanareninsel La Gomera besitzt einen einzigartigen dichten Lorbeerwald, der "Monteverde" genannt wird. Er ist ein Relikt der subtropischen Urwälder, die vor 20 Millionen Jahren den gesamten Mittelmeerraum überzogen. Der Passatwind sorgt ganzjährig für genügend Feuchtigkeit und prägt das Bild von La Gomeras mystischem Nebelwald.

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