Europas Urwälder (2/5)

Bayerns neue Wildnis - 16./17.5.2014 - Phoenix
Regie: Ute Gebhard
(music composed by Markus Wegmann)
2010 Arte - 2010 Phönix
a few minutes "composer´s-cut" ... have fun!

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Zurückgekehrt ist die Wildnis auch in den Bayerischen Wald im Süden Deutschlands, wie der zweite Teil der Reihe zeigt. Hier hat man in einem außergewöhnlichen Experiment den Wald in den vergangenen 40 Jahren wieder sich selbst überlassen. Längst verschwundene Pflanzen und Tiere wie der Luchs sind zurückgekehrt und bilden eine enorme Artenvielfalt.

"Ja, das ist ein Urwald, ein neuer Urwald, zu dessen Geschichte eben auch 150 Jahre menschlicher Nutzung gehören", sagt Nationalparkleiter Karl Friedrich Sinner. Die Wildnis ist zurückgekehrt in den Bayerischen Wald. Seit mehr als 40 Jahren wird die Natur hier wieder sich selbst überlassen. Der Mensch greift selbst in extremen Situationen nicht ein, auch dann nicht, als beispielsweise vor 15 Jahren Hunderte Hektar Fichtenwald unter dem Massenangriff des Borkenkäfers starben. Heute ist ein neuer Wald sichtbar: Aus der einstigen Monokultur entstand ein einzigartiger Mischwald, vielfältig, bunt und artenreich.
Die Wälder sind auch Lebensraum zahlreicher Käfer. Ihre Welt erforscht der 83-jährige Fridolin Apfelbacher. Sein bevorzugter Platz in Bayerns neuer Wildnis ist die mystische Steinklamm am Rand des Nationalparks. Dass die Natur im Bayerischen Wald wieder die Herrschaft übernommen hat, schafft den Tieren nicht nur Freunde: So wird die auf inzwischen 10.000 Exemplare gewachsene Biberpopulation von Fischern, Land- und Forstwirten gehasst. Bayerns Bibermanager Gerhard Schwab versucht, zu besänftigen. Seit drei Jahren gibt es im Nationalpark auch ein Luchsprojekt. Dabei stellt Horst Burghart Europas einziger Großkatze mit Photofallen, GPS-Halsbändern und Direktpeilungen nach. Er weiß inzwischen viel über die wilden Luchse zu erzählen.

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